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Manchmal mache ich mir vor allen Dingen eins: Gedanken.

Das sind momentan allerdings so viele, dass ich gar nicht mehr zum Malen komme. Auf der einen Seite tut mir das leid und es ist schade, dass gerade diese Art des kreativen Ausdrucks fehlt. Auf der anderen Seite baue ich nebenbei ein Unternehmen auf und das auch noch ziemlich erfolgreich. Das braucht Kraft, Aufmerksamkeit und Energie. Und eine Menge Dankbarkeit, denn daraus lässt sich schon eine Menge Glück erzeugen.

Wie das alles zusammenhängt und wie genau das geht, möchte ich Dir heute erzählen.

 

Auslöser: Ein simples Webinar

Vor einigen Tagen habe ich an einem Webinar einer wirklich schönen Community für hochsensible und introvertierte Frauen teilgenommen und dabei kam das Thema Dankbarkeit auf.  Wofür man dankbar sein kann und auch, wie man es schafft, das als Gewohnheit in den eigenen Alltag zu integrieren.

 

Dankbarkeit – Was ist das eigentlich genau?

In erster Linie ist Dankbarkeit ein Gefühl. Das zu erklären ist gar nicht so leicht, denn oftmals hat Dankbarkeit auch gleich mehrere andere Gefühle mit im Gepäck. So ein bisschen als würde dieses Gefühl mit einem kleinen Koffer reisen. Dabei hilft es sehr beim Verständnis und der Annahme dieses Gefühls, dass man sich selbst reflektiert. Denn wie oft ertappen wir uns dabei, dass wir schöne Dinge oder Komplimente von anderen gar nicht so richtig annehmen können, weil wir uns dieses Dankbar-Sein gar nicht erlauben?

Man bekommt ein Geschenk und denkt gleichzeitig “Oh Mist, jetzt hab ich gar nichts, was ich zurück schenken kann!”, man ist deswegen beschämt oder fühlt sich einfach unwohl.

Man hört ein Kompliment über etwas an einem selbst und winkt innerlich gleich ab. Mit einem verlegenen “Ach, die Hose ist schon ganz alt.” oder “Das hab ich ganz günstig bei XY gekauft.” wiegeln wir ab.

 

Dankbarkeit zeigt Dich als Mensch

Was wir oft genug dabei vergessen, ist das Annehmen des Danks. Das kann man prima beobachten, wenn der Dank eines Menschen an einen anderen überbracht wird. “Dafür nicht.” oder “Nicht dafür.” sind für mich selbst ganz schlimme Sätze, die zwar die eigene Bescheidenheit zeigen sollen aber die vor allen Dingen auch noch etwas anderes tun: Sie lehnen den Dankenden ab.

Denn mit Dankbarkeit zeigt man sich als Mensch. Man drückt ein schönes Gefühl aus und will sein Gegenüber daran teilhaben lassen. Wenn derjenige das aber nicht für sich annehmen kann, steht der Dank wie eine unliebsame Box zwischen den beiden Menschen und keiner will sie so richtig haben. Ist das nicht schade?

 

Glück als Nebenprodukt

Dabei stehen sich Dankbarkeit und Glück doch einander so nah! Beides wird mehr, wenn man es teilt. Genauso wie Liebe. Man pflanzt damit einen Samen, aus dem zwischen zwei Menschen etwas gutes und stärkendes wachsen kann. Wie schön fühlt es sich an, wenn man Dank verspürt und der andere es für sich annehmen kann? Das ist doch als würde man auf eine offene Tür treffen und willkommen geheißen .

 

Aktive und passive Dankbarkeit

Mir fiel dann auf, dass es zwei Arten von Dankbarkeit gibt: Die aktive und die passive. Auch wenn die Übergänge manchmal fließend sind oder sich alles zu einem großen, flauschigen Gefühlsball zusammenknüllt, versuche ich mich hier einmal in einer unperfekten Beschreibung.

 

Aktive Dankbarkeit

Die aktive Dankbarkeit ist die, die tatsächlich auch im Außen zu sehen, hören, spüren und wahrzunehmen ist: Ein lautes Lachen, Jubel, jemanden zu umarmen oder auch einfach nur “Danke” sagen und es von Herzen zu meinen.

An der Stelle darf man den Mut kultivieren, diesem Gefühl auch Ausdruck zu verleihen. Selbst wenn man noch genügend “Dafür nicht.” zu hören oder lesen bekommen wird. Diese dankbare Freude darf raus. Man darf das zeigen und ausdrücken. Die eigene Dankbarkeit ist nämlich die eine Sache. Ob das Gegenüber das für sich annehmen kann, wieder eine andere. Das sollte jedoch das eigene Gefühl nicht schmälern.

Denn genau hier passiert etwas ganz wunderbares: Es öffnet sich eine Tür zu einem wirklich wunderschönen Gefühl, das man für sich einsammeln darf. Ich mache es oft in genau solchen Momenten so, dass ich mir ganz bewusst eine Art gedanklichen “Anker” setze, der mir später erlaubt, wieder an genau diese Stelle zurückzukehren und das Gefühl nochmal zu aktivieren. Wie eine kleine Sonne in der Tasche für Regentage.

 

Passive Dankbarkeit

Die passive Dankbarkeit ist sehr viel leiser. Was natürlich nicht bedeutet , dass sie weniger kraftvoll ist als die aktive Dankbarkeit. Sie ist einfach anders. Sie umfasst das innerliche Spüren und das Sich-bewusst-machen. Auf diese Weise kommt man seinem eigenen Dankbarkeits-Gefühl immer eher auf die Schliche und bemerkt immer bewusster, wenn sich Dinge, Menschen und Situationen zeigen, für die man dankbar sein kann. Wie ein kleines Dankbarkeits-Radar, in einem selbst.

 

Mehr Glück ins Leben holen

Wie man sieht, ist Dankbarkeit eine echte Chance, das eigene Leben zu bereichern und mehr Glück einzuladen. Damit ist man dazu noch in der Lage, immer häufiger auch einen richtigen Booster für neue gute Erfahrungen zu setzen. Denn das, womit wir uns im Leben beschäftigen und worauf wir unseren Fokus setzen, vermehrt sich.

Damit ist Glück selbst herstellbar! Der Spruch “Jeder ist seines Glückes Schmied” kommt damit auch nicht von ungefähr.

Wichtig ist hier, dass man sich die guten Situationen immer wieder bewusst macht. Das geht am besten mit einer achtsamen Lebensweise, mit möglichst wenig Drama im eigenen Leben und mit Aufschreiben und Teilen. Und das geht sogar mit Dingen, die einen ärgern. Denn meiner Meinung nach steckt in allem eine Erfahrung, die man spätestens im Nachhinein als etwas Gutes erkennen kann.

 

Die 1-Wochen-Challenge: Die Woche der Dankbarkeit

Eine sehr schöne Möglichkeit für ein Sich-bewusst-werden dieser alltäglichen kleinen Wunder ist eine Woche der Dankbarkeit. Hierbei geht es um die Verabredung mit sich selbst, eine Woche lang jeden Tag zu reflektieren und sich drei Dinge bewusst zu machen, für die man dankbar sein kann.

Dieses Versprechen gibt man ganz zu Beginn sich selbst gegenüber und sucht sich dann aus, wie man diese drei Dinge jeden Tag festhalten möchte. Man kann sie auf kleine Zettel schreiben und in ein großes Einmachglas stecken. Man kann sie in sein Journal, Tagebuch oder in den Kalender schreiben. Oder aufs Handy als Sprachnotiz sprechen. Oder, oder, oder.

 

Die Besonderheit beim Verbinden mit anderen

Eine der Möglichkeiten ist natürlich in der heutigen Zeit, dass man seine drei Dankbarkeits-Dinge ins Netz stellt und damit auch mit anderen teilen kann. Die Besonderheit liegt hier wieder in der Teilbarkeit von Glück: Man inspiriert damit auch andere, ihren Fokus auf das Gute zu legen und erfährt auch gleichzeitig, welche Dankbarkeit andere erfahren. Damit helfen wir uns auch alle gegenseitig.

Ich für meinen Teil werde gleich morgen meine Dankbarkeits-Woche starten und auf Facebook teilen. Wenn Du mitmachen magst, bist Du dazu sehr herzlich eingeladen!