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Warum eigentlich Acrylfarbe?

Ich werde oft gefragt, warum ich mich denn gerade für das Malen mit Acrylfarben entschieden habe. Die Gründe sind vielfältig: die Farben trocknen schnell, man kann sie mit einer beinahe unmöglich aufzählbaren Menge an anderen Materialien und Malmitteln kombinieren.

 …und: man kann andere Stile nachahmen.

Es gibt also nicht DAS Farbbild eines Werks, das mit Acrylfarbe entstanden ist. Sondern es lassen sich auch verschiedene andere Stile nachahmen.
Zwei davon möchte ich Euch heute kurz vorstellen.

Himmel und Felder (80/80 cm)

Himmel und Felder (80/80 cm)

 

Das geht runter wie Öl

Acrylfarben trocknen normalerweise matt auf. Was also beim Malen noch so schön glänzt, geht beim Trocknen verloren. Der Farbwirkung wird dann oft im Anschluss mit einer Glanzfirnis auf die Sprünge geholfen.
Setzt man allerdings der Acrylfarbe schon beim Mischen oder direkt auf dem Maluntergrund ein Glanzgel bei, wird die Farbe schön “ölig” und man kann damit tatsächlich den Stil alter Meister nachahmen. Man sollte sich allerdings nicht davon abschrecken lassen, dass diese Gele als Hilfsmittel in der Flasche oder Tube einen milchigen Ton haben. Der verfliegt dann quasi, wenn das Gel mit der Farbe auftrocknet.

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Einfach mal laufen lassen…

Die zweite Technik, die sich mit Acrylfarbe erzeugen lässt, ist die der Aquarellmalerei. Sie funktioniert auf grundierter Leinwand ebenso wie auf dem sehr gut saugenden Aquarellpapier, was einem dann auch gleich das Gefühl gibt, ganz in dieser Technik zu arbeiten.
Dafür wird die Farbe so sehr mit Wasser verdünnt, dass sie flüssig ist. So wie früher die Farbe im Schulmalkasten. Auf diese Weise kann man die Farbe “laufen lassen” und sie wird auf dem Untergrund federleicht.

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Probiert es einfach mal aus! Es macht solchen Spaß, mit Farbe zu experimentieren. Und ich bin gespannt, was Ihr daraus macht… 🙂