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Wisst Ihr noch, wie das war, damals als Kind? Wie wir Weihnachten entgegenfieberten, irgendwann das Haus nach Geschenken durchsuchten (sie manchmal sogar fanden!) und die Nacht vor Heiligabend kaum schlafen konnten, weil wir so aufgeregt waren?
Meine Familie und ich haben früher immer bei meiner Oma gefeiert. Egal wo wir gerade wohnten, ob in Hamburg oder München, in Hessen oder Berlin: an Weihnachten rief meine Oma die Familie zusammen und es kamen alle. Wirklich alle.
Meine Tanten mit unseren Cousins, die wir von kleinauf kannten. Mein Onkel mit seiner trubeligen, lauten aber sehr herzlichen Familie. Und manchmal auch Nachbarn, weil es bei meiner Oma immer so schön war.
Wir Kinder “mussten” dann an Heiligabend mit in die Kirche und das Krippenspiel anschauen, das von Erwachsenen gespielt wurde und das jedes Jahr gleich war. Es war schön, wir konnten alle mitsingen und auch wenn es gefühlte vier Stunden gedauert hat, habe ich es immer noch als vertraute Erinnerung in mir.
Ein paar der Frauen blieben zu Hause und bereiteten das Essen und die Geschenke vor. In unserer Kirchenzeit sollte nämlich daheim immer das Christkind eintreffen, deswegen war klar, dass die Kinder mit in die Kirche “mussten”. Den Baum hatten wir traditionell mit unserem Opa schon vormittags geschmückt. Irgendwer von uns Kleinen hing da zeitweise immer drin und verteilte das schwere Lametta und die Weihnachtskugeln an mögliche und unmögliche Stellen…oh, und diese platten Schokokringel, die vor dem Aufhängen natürlich auch einen Draht verpasst bekamen, damit sie am Baum hielten. Also zumindest die, die es noch bis an den Baum schafften, denn die waren echt lecker *lacht* Dass wir Kinder an Heiligabend keinen Zuckerschock hatten, wundert mich gerade 😀
Den Weg von der Kirche nach Hause zu meiner Oma sind wir dann immer regelrecht geflogen. Oder vielleicht denke ich das auch nur, weil meine Schwester, meine Cousins und ich immer ein Stück vorliefen, wieder zurückkamen, aufgeregt herumhüpften und wieder vorausliefen….vor lauter Vorfreude! Die Erwachsenen hatten bestimmt ihre helle Freude an uns. Die Stimmung war friedlich und manchmal schneite es sogar, wenn wir aus der Kirche kamen.
Daheim angekommen stand im Wohnzimmer der erleuchtete Baum mit den Geschenken darunter, das ganze Haus duftete nach gutem Essen und war voller Leben.
Nach dem Essen gab es die Bescherung und es wurde viel gelacht. Die Erwachsenen unterhielten sich ausgelassen und wir Kinder waren ganz im Spiel mit unseren Geschenken versunken.
Ich denke so gerne an diese Zeit zurück und bin sehr dankbar dafür, dass meine Oma damals die Familie zusammengehalten hat und wir als Kinder diese Rituale hatten, die uns diese besondere Vorfreude bescherten und uns auch eine gewisse Sicherheit gaben.
Auch heute noch freue ich mich auf die Vorweihnachtszeit. Auf das Leuchten in den Straßen, die einkehrende Langsamkeit, sogar auf die Kälte und mittlerweile auch auf den einen oder anderen Glühwein *lacht*
Dieses Jahr habe ich einen Adventskalender bekommen, gefüllt mit Schokolade und süßen Kleinigkeiten. Und habe mich sehr darüber gefreut. (Zwischendurch dachte ich natürlich auch ans Plündern aller 24 Türchen auf einen Schlag, ich geb’s zu! 🙂 ) Und selbst wenn ich “aus dem Alter” langsam raus sein sollte…ich glaube, für Vorfreude gibt es definitiv keine Altersbeschränkung!
Ich finde, Vorfreude ist wichtig und etwas wunderschönes. Sie lässt unser Herz leicht werden, den Blick auf etwas Gutes wenden. Uns selbst voller Sehnsucht ausrichten und dieses wohlige Kribbeln in uns fühlen.
Deswegen habe ich mich nun auch hingesetzt und etwas gebastelt. Für Euch. Als Geschenk. Einfach so. Und zwar einen virtuellen Adventskalender. Das bedeutet, Ihr bekommt jeden Tag eine Mail von mir mit einer Kleinigkeit, die ich mir ausgedacht habe. Von Gedichten und Inspirationen über Kreativitätstechniken bis hin zu Ideen, Rezepten und dem einen oder anderen Schwank aus meinem Kunst-Nähkästchen reicht die Palette, aus der dieser schöne Adventskalender mit 24 Türchen besteht.
Wenn Ihr also möchtet, meldet Euch gern dafür unter www.devanooriart.com/adventskalender an. Den Link dazu könnt Ihr natürlich auch gern weitergeben. An Freunde. An Familie. An Kollegen. An alle Menschen, denen Ihr einfach eine kleine Freude machen möchtet.
Lasst uns die Vorfreude auf Weihnachten zusammen erleben und teilen. Ich freue mich sehr darauf.