Seite wählen

Es wird dem Betrachter wohl immer ein Rätsel sein, was man sich als KünstlerIn wohl beim Erschaffen eines Werkes gedacht hat. Was man gefühlt hat. Welche Stimmungen mit in das Werk geflossen sein mögen. Und warum man das, was man erschaffen hat, eigentlich überhaupt erschaffen hat, was die Motivation dahinter war, der eigene Sinn.
Ich male Bilder und ich schreibe Gedichte. In meine Bilder schreibe ich Worte, kratze sie in die Farbe, übermale sie wieder, manchmal nur zum Teil, so dass sie durchschimmern und eine leise Ahnung hinterlassen.
In meine Gedichte webe ich oftmals banale Dinge und Situationen, die nicht einmal konkret meine sein müssen. So abstrahiere ich mir die Welt immer wieder auf ein Neues.
Beides sind meine ganz persönlichen Ausdrucksweisen dessen, was aus mir und durch mich einen Weg in diese Welt finden will.
Beides nimmt seine ganz eigenen Formen an, sei es mit Farbe ausgedrückt oder mit Worten gemalt.
Beides erkläre ich nicht.
Denn so behält meine Welt für mich ihren Zauber. Und jeder Mensch, der mit meiner Kunst, mit meinem Ausdruck in Berührung kommt, kann darin seine ganz eigene Geschichte finden. Ohne meine Geschichte kennen zu müssen oder zu meinen, sie bereits zu kennen.
Das ist so.
Und das bleibt so.
Denn so wie es ist, ist es gut.

20140527-232016-84016171.jpg